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Fehlerfreier Peiffer gewinnt den Verfolgungswettkampf

04.02.2012, Oslo / IBU Info JK
Svendsen rückt auf Platz zwei vor
Arnd Peiffer aus Deutschland konnte sich von seinem zweiten Platz am Donnerstag mit einem beeindruckenden Schießen auf den ersten Rang vorschieben. Peiffer´s Zeit von 31:44 bedeutete einen Vorsprung von 31.2 Sekunden vor Emil Hegle Svendsen, der zwei Strafrunden laufen musste. Evegeniy Garanichev aus Russland wurde mit ebenfalls zwei Strafrunden und einem Rückstand von 36.3 Sekunden Dritter.

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Vierter wurde Martin Fourcade mit einer Strafrunde vor Jakov Fak aus Slowenien, der zwei Ehrenrunden laufen musste. Tim Burke aus dem USA erreichte ohne Fehler den sechsten Rang.


Garanichev, dann Peiffer


Die Männer mussten wie auch die Frauen zuvor mit dem kalten Wetter zurechtkommen aber es gesellte sich leichter Schneefall hinzu und machte den Wettkampf noch etwas interessanter.


Garanichev führte das Feld zum ersten Liegend Schießen, bei dem er die fünf Ziele ebenso schnell wie Peiffer traf. Die beiden verließen den Schießstand praktisch zeitgleich und Svendsen nahm 10 Sekunden dahinter die Verfolgung der beiden auf. Eine große Gruppe von 15 Männern blieben ebenfalls fehlerfrei aber lagen deutlich hinter den ersten Dreien.


Den beiden Führenden gelange auch im zweiten Schießen einen makellose Leistung aber Svendsen musste in die Strafrunde, fiel an die fünfte Stelle zurück und übergab so an Ustyugov den dritten Platz und knapp dahinter lag Lowell Bailey aus den USA an vierter Stelle.


Svendsen sprintet auf den zweiten Platz


Peiffer wiederholte seinen beeindruckende Leistung auch im ersten Stehend Schießen, während sein russischer Rivale sich eine Strafrunde einhandelte. Svendsen dagegen blieb wie Ustygov fehlerfrei und auch Martin Fourcade sprintete weiter nach vorne.


Diese Drei verließen den Schießstand 30 Sekunden hinter Peiffer und 14 Sekunden hinter Garanichev. Im letzten Stehend Schießen traf Peiffer erneut alle Scheiben und konnte nun mit einem großen Vorsprung davonziehen, zumal alle seine ärgsten Verfolger mindestens einmal in die Strafrunde mussten. Garanichev blieb an zweiter Stelle mit 36 Sekunden Rückstand und Svenden sieben Sekunden zurück im Nacken, als es auf die letzten 2,5 km ging. 1700 Meter vor dem Ziel klebte Svendsen an Garanichev´s Fersen, während Peiffer den Sieg locker nach Hause lief. Beim Einlaufen in das Stadion zog Svendsen gnadenlos an Garanichev vorbei, blickte sich noch kurz um und wurde dann klar Zweiter.


Erster Sieg in einem Verfolgungswettkampf


Peiffer´s Sieg heute war sein erster Sieg in einem Verfolgungswettkampf. Alle anderen Siege hatte er in Sprintwettkämpfen erreicht. Er sagte: „Der Sprintwettkampf ist immer noch mein Favorit aber ich habe heute gezeigt, dass ich auch andere Wettkämpfe als den Sprint gewinnen kann. Das war ziemlich aufregend!“


Hatte noch bessere Tage


Angesprochen auf seinen perfekten Wettkampf sagte er: „Ich hatte schon Wettkämpfe bei den ich mich auf der Strecke besser gefühlt habe und einige bei denen ich schneller geschossen habe aber mit dem fehlerfreien Schießen und dem Sieg war es wohl irgendwie ziemlich perfekt.“


Sprint im Flachen


Svendsen setzte beim Einbiegen in das Stadion stark darauf an, Garanichev zu überholen und den zweiten Platz zu sichern: „Es war meine Taktik bis zum Flachstück zu warten, wo ich am stärksten bin und dann habe ich meinen Plan umgesetzt. Ich wusste, dass Evgeniy an den Anstiegen angreifen würde, denn dort ist er stark und so habe ich abgewartet und meine Taktik ist aufgegangen.“


Einsamer Norweger


Angesprochen darauf, dass er der einzige Norweger momentan auf dem Podium ist, sagte er: ”Mir geht es auf dem Podium gut! Es wäre schön, wenn auch weitere Mannschaftskollegen von mir öfter hier oben wären aber das gab es eben sonst eher selten. Wir sind aber gerade mal bei der Halbzeit der Saison angelangt und ich hoffe, dass unsere Mannschaft am Ende besser sein wird, als wir es momentan sind.“


Kein Druck


Obwohl ihn Svendsen zum Schluss noch überholt hatte, war Garanichev sehr froh über seine Leistung und hatte wenig Druck verspürt. „Gestern habe ich mich ausgeruht und heute habe ich mich konzentriert, hart gearbeitet und hatte Erfolg. Im ersten Teil des Wettkampfes bin ich nicht so schnell gelaufen aber ich habe mein eigenes Tempo gefunden und im Schießen lief es nicht so schlecht. Es war ein guter Tag für mich.“



Morgen um 13:15 und 15:15 finden hier mit den Massenstartwettkämpfen die letzten Wettkämpfe dieser Weltcupstation in Norwegen statt.


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